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Miley Cyrus: Bei der Cruise-Show von Dior zeigt sie sich mit neuer Frisur – und erinnert an Kate Moss aus den 2000ern

May 20, 2026  Twila Rosenbaum  5 views
Miley Cyrus: Bei der Cruise-Show von Dior zeigt sie sich mit neuer Frisur – und erinnert an Kate Moss aus den 2000ern

Miley Cyrus setzt bei der Dior-Cruise-Show auf eine Frisur im Stil der Indie-Sleaze-Ära der 2000er – und erinnert damit an nichts Geringeres als an Kate Moss‘ legendären Glastonbury-Look.

Die Cruise-Shows sind in vollem Gange und liefern reichlich Inspiration für sommerliche Looks – und das sowohl in Sachen Mode als auch in Sachen Beauty. Dabei lassen sich besagte Trends nicht nur auf, sondern auch neben dem Runway beobachten. So tauchte etwa Sängerin Miley Cyrus bei der Dior-Show, die Mitte der Woche in Los Angeles stattfand, in einem lässigen Denim-Ensemble auf, zu dem sie ihre kürzeren blonden Haare im Undone-Look präsentierte.

Noch Ende März 2025 wirkte die Frisur der Sängerin länger und kompakter, die Haare jetzt fransiger und stufiger, wobei der dunkle Ansatz wie fließend überzugehen scheint. Dieser Look erinnert stark an die Indie-Sleaze-Ära der 2000er – und damit an die vielleicht berühmteste Verfechterin dieser Ästhetik: Topmodel Kate Moss.

Miley Cyrus überraschte bei der Dior-Cruise-Show mit neuem Look

Miley Cyrus bei der Cruise-Show von Dior in Los Angeles. Emma McIntyre/Getty Images

Besonders frappierend erscheint die Ähnlichkeit zwischen Miley Cyrus und Kate Moss mit Blick auf die Bilder des Models beim legendären Glastonbury-Festival von vor etwa 20 Jahren. Die Länge der Haare, das Blond samt dezentem Ansatz sowie die gestuften Wellen und der lange Pony, der die Wangenknochen umrahmt – bei beiden sorgt eben jene Frisur für einen lässigen Rock-Chic. Die schwarze Sonnenbrille im Aviator-Stil tut schließlich ihr Übriges.

Die Rückkehr des Indie-Sleaze-Stils

Die Indie-Sleaze-Ära der 2000er Jahre ist mehr als nur ein modisches Revival – sie ist ein kulturelles Phänomen, das Musik, Mode und Beauty gleichermaßen prägte. Geprägt von Bands wie The Libertines, Arctic Monkeys und vor allem von Ikonen wie Kate Moss und Alexa Chung, stand dieser Stil für eine ungezwungene, fast schon nachlässige Eleganz. Miley Cyrus‘ aktueller Look knüpft nahtlos an diese Ästhetik an und zeigt, dass der Trend nach wie vor relevant ist. Die Wahl von Dior als Bühne ist dabei kein Zufall: Das Modehaus unter Maria Grazia Chiuri hat in den letzten Jahren immer wieder Elemente der 2000er aufgegriffen, etwa durch locker geschnittene Denim-Looks, transparente Stoffe und Accessoires im Boho-Stil. Die Cruise-Kollektion, die in Los Angeles präsentiert wurde, vereinte genau diese Elemente – und Mileys Haare waren das i-Tüpfelchen.

Vergleich mit Kate Moss: Die Glastonbury-Legende

Kate Moss beim Glastonbury-Festival im Juni 2007. Matt Cardy/Getty Images

Kate Moss beim Glastonbury-Festival 2010. Matt Cardy/Getty Images

Die Bilder von Kate Moss auf dem Glastonbury-Festival sind legendär: Im Matsch, mit Gummistiefeln und einer zerzausten Blondine-Mähne wurde sie zum Inbegriff des Indie-Sleaze-Stils. Ihr Haar war stets im Undone-Look gestylt – nie zu perfekt, immer mit einer natürlichen Textur und einem leichten Ansatz. Miley Cyrus hat diesen Look nun nahezu eins zu eins kopiert, was ihr auf Social Media viel Lob einbrachte. Aber warum ist dieser Look so ikonisch? Weil er eine Haltung transportiert: Lässigkeit, Selbstbewusstsein und eine gewisse Nonchalance gegenüber traditionellen Schönheitsidealen. Statt akkurater Frisuren setzt man auf „Ich bin gerade so aufgewacht“ – aber durchdacht.

So gelingt der Undone-Look von Miley Cyrus

Um den Look im Stil von Miley Cyrus (und somit ja auch im Stil von Kate Moss) nachzukreieren, sollte das Haar zunächst gut durchgebürstet werden – idealerweise am zweiten oder dritten Tag nach der Haarwäsche, da es dann mehr Struktur hat. Anschließend ein Volumenspray im gesamten Haar verteilen. Wer noch mehr Fülle möchte, kann den Kopf nach unten beugen und mit den Fingern locker durch das Haar fahren.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der richtigen Textur: Die Haare sollten wellig, aber nicht zu definiert sein. Ein See-Salz-Spray kann helfen, den gewünschten Beach-Wave-Effekt zu erzielen. Für den Pony empfiehlt es sich, ihn leicht aus dem Gesicht zu föhnen, aber nicht zu stark zu fixieren – er soll locker auf die Wangenknochen fallen. Ein weiterer Trick: Ein wenig Trockenshampoo am Ansatz sorgt für mehr Griffigkeit und Volumen, ohne dass die Haare schwer wirken.

Miley Cyrus bei der Dior-Cruise-Show in Los Angeles. Gilbert Flores/Getty Images

Miley Cyrus' Make-up setzte ebenfalls auf Understatement: eine natürliche Base, transparenter Lipgloss und sanft verblendeter Lidschatten, der bis unter die Brauen gezogen wurde. Dieses Make-up komplettiert den Indie-Sleaze-Look, da es das Gesicht nicht überladen wirken lässt, sondern die Frisur in den Vordergrund stellt. Die Wahl der Accessoires war ebenso minimalistisch: eine schwarze Aviator-Sonnenbrille und kleine silberne Ohrringe.

Historische Einordnung: Miley Cyrus‘ Stilentwicklung

Miley Cyrus hat in den letzten Jahren immer wieder mit mutigen Frisuren und Looks überrascht. Vom kurzen Pixie-Schnitt 2012 über lange blonde Extensions bis hin zu bunten Pastelltönen – sie hat nahezu jede erdenkliche Frisur ausprobiert. Doch in dieser Saison scheint sie zu ihren Wurzeln zurückzukehren: Der Indie-Sleaze-Look erinnert auch an ihre eigene frühe Karriere, als sie mit Hannah Montana den Übergang vom Teeniestar zur ernsthaften Künstlerin vollzog. Damals trug sie oft lange, wellige Haare mit einem lässigen Mittelscheitel – eine Variante des heutigen Looks. Mit der Dior-Cruise-Show vollendet sie nun einen Kreis: Sie verbindet die unbeschwerte Ästhetik der 2000er mit dem Luxus eines der renommiertesten Modehäuser der Welt.

Interessant ist auch die zeitliche Einordnung: Die Cruise-Kollektionen von Dior werden traditionell an exotischen Orten präsentiert – von Marrakesch über New York bis nach Los Angeles. Die Wahl von Los Angeles, der Heimatstadt Mileys, unterstreicht die Verbindung zwischen der Sängerin und der Marke. Dior hatte in den letzten Jahren bereits mit anderen Pop-Ikonen wie Rihanna und Jennifer Lawrence kooperiert. Mileys Auftritt bei der Show könnte ein Vorbote einer größeren Zusammenarbeit sein – vielleicht sogar als neues Gesicht der Cruise-Kollektion?

Der Einfluss von Kate Moss auf die Modewelt

Kate Moss ist nicht nur ein Model, sondern eine Stilikone, deren Einfluss bis heute anhält. Ihr Look in den 2000ern – skinny Jeans, Lederjacken, Band-T-Shirts und natürlich das undone Haar – definierte eine ganze Generation. Viele Designer ließen sich von ihr inspirieren, darunter Alexander McQueen und Stella McCartney. Aber auch auf die Streetstyle-Szene hatte sie enormen Einfluss: Fotografen wie Terry Richardson und Corinne Day hielten sie in ungestellten, fast dokumentarischen Aufnahmen fest, die das Lebensgefühl der Indie-Sleaze-Ära einfingen. Miley Cyrus‘ Hommage an diesen Stil zeigt, dass die Ästhetik der 2000er weiterlebt – und dass sie auch heute noch relevant ist, wenn sie von jemandem mit einem so starken Modebewusstsein wie Miley interpretiert wird.

Die Frisur von Miley Cyrus bei der Dior-Cruise-Show war mehr als nur ein Beauty-Statement – sie war eine Hommage an eine Ära, eine Ikone und einen Lifestyle. Und sie bewies einmal mehr, dass Mode und Musik unzertrennlich sind. Ob Miley damit einen neuen Trend setzt oder nur einen alten wiederbelebt, spielt letztlich keine Rolle: Sie hat gezeigt, dass man mit den richtigen Haaren und ein wenig Selbstbewusstsein jeden Look rocken kann – egal ob auf dem Runway oder auf dem Festivalgelände.


Source: Vogue Germany News


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